Kanal war
die richtige Entscheidung
CSU-Wahlversammlung
in Oberharthausen – Thema Kindergarten
Oberharthausen.
Der Geiselhöringer Wahlkampf hat nun auch die Ortsteile erreicht. Am Dienstag
stellten sich unter Leitung von Ortssprecher Uli Aigner der Bürgermeisterkandidat
der CSU, Erwin Kammermeier, und seine Stadtratsmannschaft den Fragen der
Oberharthausener Bürger.
In seinem
Referat betonte Kammermeier, dass ihm die Entwicklung der Dörfer ein
besonderes Anliegen sei. „Unsere Großgemeinde besteht nicht nur aus dem
Kernort“, so der Bürgermeisterkandidat. Die Infrastruktur müsse auch in
den Dörfern auf dem neuesten Stand sein. Es sei deshalb ein großer Erfolg,
dass in der zu Ende gehenden Wahlperiode die Kanalisation fertig gestellt
werden konnte. „Der Anschluss von Oberharthausen an die Geiselhöringer Kläranlage
war die richtige Entscheidung“, betonte Kammermeier. Die vom Bürgermeister
immer wieder propagierte Biostufe hätte hohe Folgekosten nach sich gezogen.
„Mit dem Kanal sind sie auf der sicheren Seite“, lobte der Bürgermeisterkandidat
den Weitblick der Oberharthausener.
Mit den
Problemen des Dorfes zeigte sich Kammermeier auch deshalb bestens vertraut,
weil wenige Tage vor der Wahlversammlung eine Ortsbesichtigung stattgefunden
hatte. Erfreulicherweise habe man im Rahmen des Kanalbaus auch das Problem des
Hochwasserschutzes lösen können. Ortssprecher Uli Aigner habe sich
erfolgreich für eine Verbreiterung des Grabens eingesetzt. Kammermeier
sicherte auch bei der Sanierung des Feuerwehrhauses seine Unterstützung zu.
Feuerwehren hätten schließlich auch eine soziale Funktion.
Als
wichtigstes Ziel der CSU nannte Kammermeier gleiche Lebensverhältnisse für
alle Bürger der Großgemeinde. Die wirtschaftliche Entwicklung Geiselhörings
hänge stark vom Weiterbau der Ortsumgehung ab. Der Bürgerentscheid habe ein
klares Ergebnis gebracht. „Daran wird sich die CSU auch halten“. Die vom
Staatlichen Bauamt vorgeschlagene Trasse sei eine optimale Verbindungsachse
zwischen der B 8 bei Straubing und der B15 bei Neufahrn. Darauf seien auch die
Geiselhöringer Betriebe angewiesen. „Nur mit einer guten Verkehrsanbindung
können wir auch neue Betriebe ansiedeln“, sagte Kammermeier.
Ein weiteres
Ziel der CSU sei mehr Familienfreundlichkeit. So werde man es beispielsweise
auch in Zukunft ermöglichen, dass Eltern aus Oberharthausen ihre Kinder in
den Alburger Kindergarten schicken, wenn sie in Straubing arbeiten, versprach
der CSU-Spitzenkandidat und erntete dafür viel Applaus.
Wichtig seien
ihm in der Kommunalpolitik aber nicht nur die Inhalte, sondern auch der Stil.
„Ich will ein Bürgermeister für alle Bürger sein“, so Kammermeier. Die
tiefe Spaltung in der Geiselhöringer Politik müsse man überwinden. Dafür
werde er sich zum Beispiel durch eine parteiübergreifende Zusammenarbeit
einsetzen.
Auch
Fraktionsvorsitzender Leo Hofmeier forderte
einen echten Neuanfang in Geiselhöring. Und den gebe es nur mit der CSU und
mit Erwin Kammermeier. Die anderen Kandidaten hätten die bisherige Politik
mit getragen. Und dazu habe beispielsweise auch eine undurchsichtige
Vergabepraxis gehört. „Die Menschen müssen das Gefühl haben, dass es
korrekt zugeht“, so Hofmeier. Wichtig sei der CSU auch eine stärkere
Einbeziehung des Stadtrats in Entscheidungsprozesse. So müssten unbedingt
wieder regelmäßige Fraktionsführerbesprechungen stattfinden.
In der
anschließenden Diskussion stieß vor allem die Ortsbesichtigung im Vorfeld
der Versammlung auf positive Resonanz. „Sie nehmen unsere Probleme ernst“,
meinte eine Zuhörerin.