Ortsteile
gleichmäßig entwickeln
Kammermeier für
Ausweitung der Städtebauförderung
Hadersbach.
Über ein volles Haus konnte sich CSU-Ortsvorsitzender Korbinian Hofmeister
bei der Informationsveranstaltung der CSU in Hadersbach freuen. „Das
Interesse ist auch so groß, weil ein Wechsel im Geiselhöringer Rathaus
ansteht“, meinte Hofmeister. Doch auch für Hadersbach wird es eine Änderung
geben. Der örtliche Stadtrat Albert Erl kandidiert nicht mehr. Franz Fürst
soll das Dorf künftig im Stadtrat vertreten.
Bürgermeisterkandidat
Erwin Kammermeier dankte Erl für seinen Einsatz. Er habe viel für Hadersbach
erreicht. Da es im Dorf keinen Sportverein gebe, sei aber in der Summe weniger Geld
nach Hadersbach geflossen als in andere Ortsteile. Das will Kammermeier künftig
ändern. „Die Ortsteile sollen sich gleichmäßig entwickeln. Wir müssen
bei der Städtebauförderung mehr Maßnahmen einreichen“. In Hadersbach könne man beispielsweise den Kirchenvorplatz
sanieren. Auch ein Radweg in den Kernort sei ein berechtigtes Anliegen. „Wir
können zumindest Vorarbeiten erledigen und beim Landkreis Überzeugungsarbeit
leisten“, meinte Kammermeier. Ein großer Vorteil der Dörfer seien die
intakten Sozialstrukturen. „Jeder Euro, den wir hier investieren, ist gut
anlegt“, meinte Kammermeier. Anders als in den Dörfern stelle sich die
Situation im Kernort dar. Städtische Probleme seien längst in Geiselhöring
angekommen. Dazu zähle etwa die Integration ausländischer Mitbürger. Hier
bestehe massiver Nachholbedarf. Auch die Jugendarbeit müsse weiter ausgebaut
werden. Das Fehlen eines Jugendbeauftragten mache sich bemerkbar. Vandalismus,
etwa im Bahnhofsbereich, sei kein Einzelfall. „Wir müssen die Ursachen
solcher Erscheinungen beseitigen“, meinte Kammermeier. Auch die
Familienstrukturen seien nicht mehr so intakt wie früher. Darauf müsse man
mit dem Ausbau von Betreuungsangeboten in Kindergarten und Schule reagieren.
Ein großes Anliegen sei ihm der Erhalt der Hauptschule. Eine sinnvolle Ergänzung
zum Seniorenheim könne ein Mehrgenerationenhaus sein. Das Zusammenleben
unterschiedlicher Altersgruppen biete viele Vorteile und könne an die Stelle
der früheren Großfamilien treten. Neue Wege müsse man bei der Vermarktung
der Baugebiete beschreiten. Den momentanen Stillstand könne man durch Kinder-
und Einheimischenmodelle überwinden.
Auch eine
zentrale Wärmeversorgung könne Häuslebauer nach Geiselhöring locken. Das A
und O der künftigen Entwicklung sei aber eine vernünftige Verkehrsanbindung
und die erreiche man nur durch die Trasse Haindling-Süd. Stadtrat Josef
Feiertag dankte den Hadersbachern für ihre Unterstützung beim Bürgerentscheid.
Fraktionssprecher Leo Hofmeier bezeichnete einen neuen Stil in der Geiselhöringer
Kommunalpolitik als wichtiges Ziel der CSU. Der Stadtrat müsse wieder zu
einem Gremium werden, in dem man gemeinsam nach der besten Lösung suche. Dies
sei in der Vergangenheit leider nicht mehr der Fall gewesen. Kritische
Nachfragen seien als Angriff aufgefasst worden.
Die
Auftragsvergabe durch die Stadt war einer der Punkte in der anschließenden
Diskussion. Stadtrat Günter Erl schlug vor, Angebote künftig in den
Stadtratsausschüssen zu öffnen, um jeden Zweifel auszuräumen.