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Luftschloss hat viel Geld gekostet
CSU glaubt nicht mehr an den Freizeitpark

Greißing. Ein heißes Eisen stand im Mittelpunkt der CSU-Informationsveranstaltung zur Kommunalwahl in Greißing. Wie Erwin Kammermeier und die CSU-Stadtratskandidaten zum Thema Freizeitpark stehen, wollten die Greißinger ganz genau wissen. Die CSU-Wahlkämpfer beruhigten die Anwesenden mit der Feststellung: „Dieses Projekt ist ein Luftschloss, die Realisierung in weite Ferne gerückt.“

Bürgermeisterkandidat Erwin Kammermeier stellte einen neuen Politikstil in den Mittelpunkt seines Referats. Er wolle ein Bürgermeister für alle Bürger sein. Das „Wie“ sei ihm bei der Amtsführung genau so wichtig wie das „Was“. „Ich will, dass die Bürger auf ihren Bürgermeister stolz sind“, so der CSU-Spitzenkandidat. Es müsse sauber und gerecht zugehen. Die Kommune habe eine Vorbildfunktion. Dies gelte zum Beispiel auch für die Vergabe von Aufträgen. „Ich werde mich an Recht und Gesetz halten und niemanden bevorzugen“, versprach Kammermeier.

Ein großes Anliegen sei ihm darüber hinaus die gleichmäßige Entwicklung aller Ortsteile. Bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze setze er vor allem auf kleine und mittlere Betriebe. Das Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe in Straubing biete auch für Geiselhöring große Chancen. Allerdings liege die Stadt nun einmal nicht an überregionalen Verkehrswegen. Gerade deshalb sei die Fertigstellung der Ortsumgehung von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Großgemeinde. Nur durch eine vernünftige Anbindung an die B8 und die B15 könne man neue Betriebe ansiedeln. Haindling-Süd sei die einzige realisierbare Trasse. Er werde sich bei allen zuständigen Behörden für einen raschen Baubeginn einsetzen, versicherte Kammermeier. Erfreulicherweise habe auch Ministerpräsident Beckstein beim Neujahrsempfang seine Unterstützung zugesichert.

Fraktionsvorsitzender Leo Hofmeier verwies darauf, dass nur der Bürgermeisterkandidat der CSU uneingeschränkt zum Ergebnis des Bürgerentscheids stehe. Auch das sollten die Wähler bei ihrer Entscheidung berücksichtigen. „Wenn man jemand zum Jagen tragen muss, bringt das meistens nichts“, so Hofmeier. Den EGRU-Freizeitpark bezeichnete Hofmeier als Luftschloss. Leider hätten sich die Zweifel der CSU voll umfänglich bestätigt. Ein Investor sei weit und breit nicht in Sicht. Seit der Gründung der Aktiengesellschaft habe auch der Stadtrat keine Informationen mehr erhalten. 135.000 Euro öffentlicher Gelder seien wohl in den Sand gesetzt. 25 Millionen Investitionen und 400.000 Besucher seien reines Wunschdenken gewesen. Die Anwesenden konnte diese Einschätzung nicht völlig beruhigen. „Ich befürchte, dass nach der Wahl die Katze aus dem Sack gelassen wird und will wissen wie die CSU zu dem Projekt steht“, meinte ein Greißinger Bürger. Bürgermeisterkandidat Erwin Kammermeier versicherte, dass er im Falle seiner Wahl die Bürger in ein solches Projekt mit einbeziehen würde. „Ein solches Vorhaben kann man nur mit und nicht gegen die Bevölkerung realisieren“. Generell sei eine stärkere Bürger- und Stadtratsbeteiligung sein erklärtes Ziel.