Junge
Familien stärker unterstützen
Wahlkampfauftakt der CSU bei der Frauen Union
Geiselhöring. Mit einer
Informationsveranstaltung für die Mitglieder der Frauen Union (FU) ist
die Geiselhöringer CSU in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs
gestartet. Im Mittelpunkt des Referats von Bürgermeisterkandidat Erwin
Kammermeier standen aber nicht Angriffe auf den politischen Gegner,
sondern viele Ideen zur Weiterentwicklung der Stadt und ihrer
Ortsteile.
"Dass die erste
Veranstaltung bei den Frauen stattfindet zeigt, wie wichtig der CSU diese
Wählergruppe ist", betonte die FU-Vorsitzende Rose-Marie Baumann in
ihrer Begrüßung. Erwin Kammermeier griff den Ball auf und verwies auf
die Bedeutung der FU für die CSU. "Die Sichtweise der Frauen ist
für eine erfolgreiche Kommunalpolitik von entscheidender Bedeutung",
so der Bürgermeisterkandidat.
Gerade die Bedürfnisse
junger Familien seien ihm ein persönliches Anliegen. Hier gebe es in
Geiselhöring viel Nachholbedarf. Dies zeige auch der leichte Rückgang
der Einwohnerzahl und die geringe Nachfrage nach Baugrundstücken.
"Als Bürgermeister will ich, dass unsere Stadt familienfreundlicher
wird", kündigte Kammermeier an. Die CSU sei deshalb für Kinder- und
Einheimischenmodelle beim Verkauf von Baugrundstücken. Die jetzige
Ganztagsbetreuung könne man zur Ganztagsschule weiterentwickeln. Einer
veränderten Arbeitswelt müsse auch die Kommunalpolitik Rechnung
tragen.
Eine große Herausforderung
sei darüber hinaus die Integration ausländischer Mitbürger. Auch in
Geiselhöring gebe es viele Jugendliche mit Migrationshintergrund, die
nicht vollständig in die Gesellschaft integriert seien. Bereits jetzt
habe man etwa im Bereich des Bahnhofs mit Vandalismus zu kämpfen.
"Dieser Entwicklung müssen wir entschieden entgegensteuern", so
der Bürgermeisterkandidat. Die CSU habe deshalb einen Jugendbeauftragten
im Stadtrat gefordert, sei aber überstimmt worden. "Da fehlt es
offensichtlich noch am Problembewusstsein", so der
Bürgermeisterkandidat.
Beim Zusammenleben der
jüngeren und älteren Generation will die CSU neue Wege beschreiten. Ein
Mehrgenerationenhaus sei auch in Geiselhöring denkbar und könne durch
die Stadt gefördert werden.
Eine kritische Bilanz der
letzten sechs Jahre zog der Fraktionsvorsitzende Leo Hofmeier. Der
Bürgermeister habe sich auf Prestigeprojekte konzentriert, viele kleine
Probleme seien deshalb liegen geblieben. So habe die CSU schon lange auf
den sterbenden Stadtplatz aufmerksam gemacht. Dies haben den
Bürgermeister aber nicht interessiert. Generell sei die Mitwirkung der
CSU zumeist nicht erwünscht gewesen. "Zu einem echten Miteinander im
Stadtrat kommen wir nur, wenn der Bürgermeister auf alle Parteien zugeht.
Dafür steht Erwin Kammermeier", so Hofmeier.