Landkreis
steht für Wirtschaftswachstum
Neujahrsempfang mit
Ministerpräsident Beckstein
"Rohstoff Mensch" bestens entwickeln

Bürgermeisterkandidat Erwin Kammermeier und die
CSU-Stadtratskandidaten
zusammen mit Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein

EINTRAG IN DAS GOLDENE BUCH. Selbstverständlich
war der Besuch des Ministerpräsidenten auch für die Stadt Geiselhöring ein
besonderes Ereignis, das mit dem Eintrag in das Goldene Buch dokumentiert
wurde. In Gegenwart von einer Reihe von CSU-Funktionsträgern unter ihnen
Bezirksrat Franz Schedlbauer, stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Barbara
Unger, Landrat Alfred Reisinger (von links) und stellvertretender Landrat
Josef Laumer (ganz rechts) trug sich Dr. Günther Beckstein, in der Mitte
sitzend zwischen Geiselhörings 3. Bürgermeister Bernhard Krempl und
CSU-Kreisvorsitzendem MdB Ernst Hinsken, mit einer Grußadresse in das Buch
ein. (Foto: dw)

Ministerpräsident Beckstein im
Gespräch mit Verleger Dr. Hermann Balle

Bei der anschließenden Brotzeit
Geiselhöring. “Die
bayerische Staatsregierung betreibt nicht nur Politik in den Metropolen,
sondern sie engagiert sich auch für die Entwicklung im ländlichen Raum."
Der Landkreis Straubing-Bogen und Niederbayern insgesamt seien beispielhaft
für die positive Entwicklung Bayerns. Das waren die Schlagworte des
Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein, der auf Einladung von
MdB Ernst Hinsken als Gastredner zum Neujahrsempfang der CSU am Sonntagabend
in die Labertalhalle nach Geiselhöring gekommen war.
MdB Ernst Hinsken brachte seine
Freude zum Ausdruck, dass die Landkreis-CSU zu den Auserwählten gehöre, denn
Beckstein sei sonst bei keinem Neujahrsempfang in Niederbayern vertreten. Auch
Landrat Alfred Reisinger lobte den Ministerpräsidenten als Freund der Region
und bat ihn auch in Zukunft um weitere Unterstützung, insbesondere was die
Förderung der Hauptschulen betrifft.
Dass Beckstein ein Ohr für die
Sorgen und Nöte der Landkreise, Städte und Kommunen hat, machte er gleich
eingangs seiner einstündigen, flammenden und zugleich humorvollen Rede
deutlich. Seine Anreise vom Neujahrsempfang in Coburg mit 25-minütiger
Verspätung nach Geiselhöring habe ihm gezeigt, dass der Ausbau der
Staatsstraßen notwendig sei. Damit pflichtete er dem CSU-Ortsvorsitzenden
Erwin Kammermeier bei, der ihn in seinen Grußworten auf die Wichtigkeit der
Fertigstellung der Umgehungsstraße ST 2142 sowie den Ausbau der ST 2111 von
Dingolfing nach Regensburg hingewiesen hatte.
Bald Fraunhofer-Institut?
Anschließend hob Beckstein besonders das Kompetenzzentrum für
Nachwachsende Rohstoffe in Straubing hervor, das mit dem Wissenschaftszentrum,
Carmen und dem Technologie- und Förderzentrum von europaweiter Bedeutung sei.
Dem Wunsch Markus Pannermayrs, 3. Bürgermeister der Stadt Straubing und
CSU-Oberbürgermeisterkandidat, in der Geburtsstadt Fraunhofers auch ein
Fraunhofer-Institut zu errichten, kam er soweit entgegen, zumindest jede
erdenkliche Chance zu nutzen, um in Zukunft weiterhin Institute der
Wissenschaft und Forschung in Bayern anzusiedeln. Damit machte Beckstein auch
deutlich, dass er auf eine Politik des Wachstums und eine
unternehmensfreundliche Regierung setzt. Denn nur durch die Ansiedlung oder
die Expandierung von Betrieben könnten auch weiterhin Arbeitsplätze
geschaffen werden. "Jeder, der ausbildungswillig und -fähig ist, braucht
eine Stelle", so der Ministerpräsident. Darum sprach er sich entschieden
gegen die Einführung der Blue Card aus: "Zuerst müssen wir für unsere
eigenen Leute sorgen."
Investition in Bildung
wichtig
Mit den Worten: “Wir brauchen mehr Integration, aber nicht mehr
Zuwanderung" leitete Beckstein zum nächsten Thema, die Investition in
Bildung, über. Kinder von Migranten sollten erst wenn sie Deutsch können,
die Schule besuchen dürfen, andernfalls sollten sie erst einmal in einer
Sprachförderklasse unterrichtet werden. Es sei wichtig, weiterhin in Bildung
zu investieren: "Wir sind teurer als die anderen, also müssen wir auch besser
sein." Der "Rohstoff Mensch" müsse sich bestens entwickeln
können, jeder nach seinen individuellen Fähigkeiten. "Jeder, der etwas
leistet, ist ein gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft."
Der Ministerpräsident sprach
sich für den Ausbau von Kinderkrippen sowie die Betreuung durch Tagesmütter
aus und bekannte sich gleichzeitig als Befürworter des klassischen
Familienmodells. "Wir müssen eine kinderfreundliche Gesellschaft werden."
Denn eine Kindererziehung, in der Werte vermittelt werden, beuge auch der
Jugendkriminalität vor. Die Regierung müsse verhindern, dass unschuldigen
Menschen etwas zustößt, gleichzeitig müsse sie sich jedoch darum bemühen,
Gefängnisinsassen zu bekehren. Jene, bei denen Hopfen und Malz verloren sei,
sollte man jedoch auch mit Härte anfassen. Seinen langen Themenkatalog
abarbeitend äußerte sich Beckstein abschließend auch noch zur Kernenergie:
Solange deutsche Kernreaktoren sicher funktionieren, sollten sie auch
weiterhin in Betrieb bleiben.
Das Schlusswort hatte MdL Josef
Zellmeier, der wie seine Vorredner, die gute Zusammenarbeit mit Dr. Günther
Beckstein lobte, und betonte, dass es auf jeden einzelnen Bürger egal ob
Mann, ob Frau ankomme, um Bayern voranzubringen.
-son
Quelle: Straubinger Tagblatt.
Fotos: dw