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Wittelsbacher Straße wird keine Einbahnstraße
Halteverbot soll Sicherheit für Schüler erhöhen
Bericht aus der Stadtratssitzung 
vom 02.12.08

von
Leo Hofmeier, CSU-Fraktionssprecher, Geiselhöring

Wittelsbacher Straße
Die Verkehrssituation im Bereich der Grund- und Hauptschule stand im Mittelpunkt des öffentlichen Teils der Stadtratssitzung am 2. Dezember. Die Elternbeiräte hatten beklagt, dass es morgens und mittags aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt. Abhilfe könnte aus Sicht der Elternbeiräte eine Einbahnregelung für die Wittelsbacher Straße schaffen. Im Verlauf der Diskussion wurde schnell klar, dass der Stadtrat diese Maßnahme nicht für zielführend hält. Redner aller Fraktionen rieten stattdessen dazu, die Parksituation zu verbessern. Ein zeitlich begrenztes, einseitiges Halteverbot in der Wittelsbacher Straße könnte für mehr Übersichtlichkeit sorgen, waren sich die Stadträte einig. Stadtrat Günter Erl, selbst Anwohner der Wittelsbacher Straße, regte zudem an, die Bäume in den Parkbuchten so zu versetzen, dass zwei Autos hintereinander parken können. Bisher seien die Parkbuchten dafür zu klein. Stadtrat Herbert Lichtinger meinte, auch ein Fußgängerüberweg vor der Schule könnte die Sicherheit deutlich erhöhen. Stadtrat Karl Huber sprach sich dafür aus, das einseitige Halteverbot vorerst mit einem beweglichen Verkehrszeichen zu regeln. Wenn sich die Maßnahme nicht bewährt, wäre ein solches Verkehrszeichen leichter wieder zu entfernen. Kritisch sahen die CSU-Stadträte, dass immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringen. „Das hat es früher nicht gegeben. Ein bisschen Bewegung tut Kindern schließlich gut“, so Stadtrat Karl Huber. Da man dieses Verhalten aber nicht so leicht ändern könne, blieb es bei dem Beschluss: einseitiges Halteverbot morgens und mittags während der „Rushhour“.

 

Feldwege
2. Bürgermeister Erwin Kammermeier regte im Zusammenhang mit einem Förderprogramm für den Wald- und Feldwegebau an, die Verbindungsstraße von Hainsbach nach Hadersbach zu teeren. Außerdem sollten die Radien einiger Anwandwege vergrößert werden.

 

Jungbürgerversammlung
Stadträtin Dr. Rosemarie Baumann, die auch Jugendbeauftragte ist, berichtete, dass der Jugendstadtrat vorerst nicht neu besetzt werden soll. Stattdessen wolle sie zusammen mit den Bürgermeistern in allen Ortsteilen Jungebürgerversammlungen für die 14- bis 18-jährigen abhalten. Dort könnte man dann die Probleme diskutieren, die die Jugendlichen in Geiselhöring derzeit beschäftigen. „Im Idealfall finden sich bei den Jungbürgerversammlungen auch geeignete Bewerber für den Jugendstadtrat“, hofft Baumann. Im Vorfeld dieser Versammlungen sollen die Jugendlichen eine Fotodokumentation ihrer täglichen Lebenswelt erstellen. So will Baumann das Problembewusstsein schärfen und eine rege Diskussion in Gang bringen.

 

Sonstiges
Ortssprecher Hubert Karl bedankte sich im Namen der Wallkofener für die schnelle Montage von zwei Peitschenlampen, die jetzt die Zufahrt zum Sportplatz beleuchten.

Stadtrat Karl Huber regte an, beim Straßenbauamt für die Staatsstraße nach Straubing bei der Abzweigung nach Helmprechting zwei Linksabbiegespuren zu beantragen. Dies könnte die Sicherheit deutlich erhöhen und Unfälle verhindern. Huber hatte diesen Antrag bereits im alten Stadtrat gestellt, doch damals leider keine Mehrheit gefunden. Dieses mal gab es keinen Widerspruch. Der Antrag soll gestellt werden.

Ebenfalls beantragen soll die Stadt Leitplanken für eine Kurve auf der Staatsstraße nach Martinsbuch. Aufgrund einer größeren Abholzung bestehe dort ein erhöhtes Risiko für Autofahrer.

Stadtrat Herbert Lichtinger stellte im Namen des JU-Ortsverbandes den Antrag, für den Schülerlotsendienst auch Hartz-IV-Empfänger einzusetzen. Dies werde auch in anderen Orten praktiziert.

Das Totengedenken am Volkstrauertag möchte die JU künftig am Samstag Abend abhalten. So könnte man vielleicht dem Trend entgegenwirken, dass immer weniger Menschen an diesem Gedenken teilnehmen.

Außerdem regte Lichtinger an, dass sich die Stadt mit einem Angebot an der Jugendleitercard des Kreisjugendrings beteiligt. Denkbar wäre z.B. ein ermäßigter Eintritt ins Freibad.